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STADTRADELN

STADTRADELN des Klima bündnis

STADTRADELN ist ein Wettbewerb bei dem es darum geht, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. 

Dabei ist es egal, ob man bereits jeden Tag fährt oder bisher eher selten mit dem Rad unterwegs ist. Jeder Kilometer zählt – erst recht wenn man ihn sonst mit dem Auto zurückgelegt hätte.

Die Gemeinde Fürth nahm an der Aktion des  Klima-Bündnis im Jahr 2020 erstmalig teil. Seit dem Jahr 2021 startet sie als Untergruppe des Kreis Bergstraße.

In der Regel ist der Teilnamezeitraum vom 01. Mai bis 21. Mai des jeweiligen Jahres. 

INFORMATIONEN ZU DEN VERGANGENEN STADTRADELN-TEILNAHMEN

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM STADTRADELN

Das Klima Bündnis glaubt, man kann den Menschen viel über die Vorteile des Radfahrens erzählen. Am wirksamsten überzeugt man sie aber, wenn sie für 21 Tage einfach mal selbst aufs Rad steigen.

Die Ergebnisse des Wettbewerbs zeigen, wie viele Menschen bereits mit dem Fahrrad unterwegs sind und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Damit noch mehr Menschen dauerhaft vom Auto aufs Rad umsteigen, braucht es eine Radinfrastruktur, auf der sie schnell und sicher ans Ziel kommen.


STADTRADELN UND DIE POLITIK

Um auf die Bedürfnisse der Radfahrenden aufmerksam zu machen, richtet sich das STADTRADELN auch an die Kommunalpolitiker*innen. Sie sind die Entscheidungsträger*innen, wenn es um die Radinfrastruktur und damit praktischen Klimaschutz vor Ort geht. Während der Aktion nehmen sie selbst die Lenkerperspektive ein und erfahren, wo die Kommune schon fahrradfreundlich ist und wo noch nachgebessert werden muss.


Bürgerbeteiligungsplattform RADar! 

Damit die Kommunalverwaltung es leichter hat, die Radinfrastruktur gezielt zu verbessern, kann sie über unsere Bürgerbeteiligungsplattform RADar! direkt auf das Wissen ihrer Bürger*innen als Radexpert*innen des Alltags zurückgreifen. 

Die Radelnden melden ihrer Verwaltung Schlaglöcher, plötzlich endende Radwege oder eine unübersichtliche Verkehrsführung direkt in einem digitalen Stadtplan und die Verwaltung nimmt sich der Sache an. Aber auch von der STADTRADELN-App profitiert die Radverkehrsplanung  vor Ort. Denn die beim STADTRADELN per App getrackten Strecken werden anonymisiert von der Technischen Universität Dresden ausgewertet. Die Erkenntnisse – zum Beispiel wo wie viel und wie schnell gefahren wird oder wo der Radverkehrsfluss verlangsamt wird – können den Kommunen bereitgestellt werden.

Über viele Jahrzehnte war das Auto die relevante Kategorie im Bereich Mobilität. Das muss sich ändern, um verkehrsbedingte Umweltschäden zu reduzieren! Da die Verkehrswende im Kopf beginnt, soll das Thema Radverkehr im öffentlichen Diskurs präsenter gemacht werden. Dafür schafft das STADTRADELN überregional und lokal in den Kommunen Kommunikationsanlässe.


Warum wird mehr Radverkehr benötigt?

Über ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr (Umweltbundesamt 2021).

Im Jahr 2020 verursachten Pkws und Motorräder 61 % der Kohlendioxid-Emissionen im EU-weiten Straßenverkehr (Statistisches Bundesamt 2022).

Nach dem Verkehrsträgervergleich des Umweltbundesamtes können durch Rad- und Fußverkehr rund 140 g Treibhausgas-Emissionen pro ⁠Personenkilometer⁠ gegenüber dem Pkw eingespart werden. Auch gesundheitsschädigende Luftschadstoffe können durch mehr Radverkehr verringert werden (Umweltbundesamt 2021).

Literaturquellen


Radverkehr fördern

Laut ADFC-Fahrradklima-Test erhält die Fahrradfreundlichkeit von 230.000 Befragten deutschlandweit auch im Jahr 2020 nur die Note „ausreichend“. Damit bleibt das Ergebnis unverändert im Vergleich zu 2018 (ADFC 2020).

In deutschen Großstädten führen 40-50% der Autofahrten über Strecken von weniger als fünf Kilometer Länge. Entfernungen, die auch gut mit dem Fahrrad zu bewältigen sind. Insgesamt könnten Schätzungen zufolge rund 30% der PKW-Fahrten in Ballungsgebieten durch Radverkehr ersetzt werden (Umweltbundesamt 2021).

Im Rahmen einer Umfrage des BMDV zum deutschen Radverkehr 2021 gaben in Großstädten rund 53%, in Mittelstädten 62% und in Kleinstädten/auf dem Land 59% der Befragten an, dass die Politik insbesondere beim Ausbau von Fahrradwegen Nachholbedarf habe. Auch für eine bessere Trennung von Rad- und PKW-Verkehr spricht sich landesweit eine Mehrheit aus (BMDV 2021).

Durch Radverkehrsförderung kann auch nicht zuletzt Verkehrsfläche eingespart werden. Dadurch müssen weniger Böden versiegelt bzw. können Böden wieder entsiegelt werden. Auch das Abstellen von Fahrrädern ist deutlich platzsparender als parkende Autos: Pro Autoparkplatz lassen sich mindestens acht Fahrräder parken. (Umweltbundesamt 2021).

Literaturquellen


Quelle Text: www.stadtradeln.de