Impressum
Hans Kraus , © Hans Kraus

E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen.


Gemeinde Fürth im Odenwald beteiligt sich an der Präventionskampagne der Polizei Hessen

E-Scooter gehören inzwischen ganz selbstverständlich zum Straßenbild – auch im ländlichen Raum. Sie sind praktisch, schnell verfügbar und gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen beliebt. Doch mit der zunehmenden Verbreitung der kleinen Elektrofahrzeuge gewinnt auch das Thema Verkehrssicherheit an Bedeutung.

Die Gemeinde Fürth im Odenwald beteiligt sich deshalb an der Präventionskampagne „E-Scooter? Nur mit Plan. Regeln kennen. Sicher ankommen.“ des Polizeipräsidiums Südhessen und möchte über die wichtigsten Regeln und Risiken informieren.

Deutlich mehr E-Scooter – und mehr Unfälle

Seit dem 15. Juni 2019 dürfen E-Scooter in Deutschland am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Seither hat ihre Zahl stark zugenommen. Ende 2025 waren deutschlandweit rund 1,66 Millionen E-Scooter versichert. Zum Vergleich: 2022 waren es noch knapp 764.000. Rund vier von fünf E-Scootern befinden sich inzwischen in Privatbesitz.

Parallel dazu sind die absoluten Unfallzahlen deutlich gestiegen. Im Jahr 2025 registrierte die Polizei bundesweit 16.496 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden – 38,1 Prozent mehr als 2024. Dabei kamen 38 Menschen ums Leben, 1.895 wurden schwer und 16.184 leicht verletzt.

Die steigenden Unfallzahlen müssen dabei im Zusammenhang mit der stark gewachsenen Zahl der E-Scooter gesehen werden. Die Zahl der Fahrzeuge hat sich seit 2022 mehr als verdoppelt. Die Entwicklung zeigt aber zugleich, dass mit der wachsenden Verbreitung auch die Bedeutung von Verkehrsregeln, Rücksichtnahme und sicherem Fahrverhalten zunimmt.

Auch in Hessen und Südhessen steigen die Unfallzahlen

In Hessen wurden 2025 insgesamt 1.505 Unfälle mit E-Scootern registriert – fast 40 Prozent mehr als im Vorjahr. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben.

Besonders relevant für unsere Region sind die Zahlen des Polizeipräsidiums Südhessen: Hier ereigneten sich 2025 218 Verkehrsunfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen. 2024 waren es noch 133. Bei den Unfällen wurde eine Person tödlich verletzt, 26 Menschen wurden schwer und 135 leicht verletzt.

Die Polizei stellt dabei immer wieder typische Regelverstöße fest. Dazu gehören unter anderem die verbotswidrige Nutzung von Verkehrsflächen, das Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss, Rotlichtverstöße und die unerlaubte Mitnahme weiterer Personen.

Die wichtigsten Regeln auf einen Blick

🛴 Ab 14 Jahren

E-Scooter dürfen im öffentlichen Straßenverkehr ab einem Alter von 14 Jahren gefahren werden. Ein Führerschein ist nicht erforderlich.

🚲 Radweg statt Gehweg

Sind Radwege oder andere Radverkehrsflächen vorhanden, müssen diese genutzt werden. Gibt es keine geeignete Radverkehrsfläche, wird auf der Fahrbahn gefahren.

Gehwege sind tabu – sowohl zum Fahren als auch zum Abstellen des E-Scooters.

👥 Keine Mitfahrer

E-Scooter sind für eine Person vorgesehen. Die Mitnahme weiterer Personen ist nicht erlaubt. 2025 waren bundesweit bereits 822 Personen als Mitfahrende bei E-Scooter-Unfällen verunglückt.

🍺 Alkohol? Besser nicht.

Auch für E-Scooter gelten klare Alkoholregeln. Für die meisten Fahrerinnen und Fahrer gilt die allgemeine Grenze von 0,5 Promille. Für unter 21-Jährige und Führerscheinneulinge gilt dagegen ein absolutes Alkoholverbot beim Fahren eines E-Scooters.

Die Polizei registrierte 2025 bei 10,9 Prozent der festgestellten Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrenden Fahren unter Alkoholeinfluss.

🚦 Verkehrsregeln gelten auch hier

Ampeln, Vorfahrt, Verkehrszeichen und die allgemeinen Regeln des Straßenverkehrs gelten selbstverständlich auch für E-Scooter. Richtungsänderungen müssen rechtzeitig und deutlich mit Handzeichen angekündigt werden.

🔧 Finger weg vom Tuning

E-Scooter dürfen nicht technisch so verändert werden, dass die gesetzlichen Voraussetzungen nicht mehr erfüllt sind. Manipulationen können dazu führen, dass die Betriebserlaubnis erlischt und der Versicherungsschutz gefährdet wird.

Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt 20 km/h.

Warum passieren E-Scooter-Unfälle?

Die Unfallstatistik zeigt, dass die falsche Benutzung von Fahrbahn oder Gehwegen 2025 das häufigste von der Polizei festgestellte Fehlverhalten von E-Scooter-Fahrenden war. Danach folgten unter anderem Fahren unter Alkoholeinfluss und nicht angepasste Geschwindigkeit.

Mehr als die Hälfte der 2025 verunglückten E-Scooter-Fahrenden war jünger als 25 Jahre. 53,6 Prozent gehörten zu dieser Altersgruppe.

Damit richtet sich die Präventionskampagne der Polizei Hessen insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene, Eltern sowie Erst- und Gelegenheitsnutzer.

Sicher unterwegs – gemeinsam geht's besser

E-Scooter können eine praktische Ergänzung im Straßenverkehr sein. Entscheidend ist, dass sie regelkonform, aufmerksam und rücksichtsvoll genutzt werden.

Deshalb unser Appell:

Regeln kennen.
Rücksicht nehmen.
Sicher ankommen.

E-Scooter? Nur mit Plan.

Die Gemeinde Fürth im Odenwald unterstützt damit die Präventionskampagne der Polizei Hessen und wird in den kommenden Wochen auch über ihre Social-Media-Kanäle über wichtige Regeln und Tipps rund um das E-Scooter-Fahren informieren.

Weitere Informationen gibt es bei der Polizei Hessen.

Informationsmaterial