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"Trostworte" unseres Bürgermeisters zum Johannismarkt 2020


Das Johanniswochenende mit dem Fürther Johannismarkt ist für uns Fürther und Fürtherinnen immer etwas Besonderes. Auch in diesem Jahr, wenngleich in ganz anderer Form.

Und so ähneln meine Grußworte leider dieses Mal eher „Trostworten“, denn die viertägigen Festivitäten müssen leider aufgrund der Corona-Pandemie entfallen.

Während wir in der Vergangenheit den Johannismarkt mit dem Einzug in das Festzelt, dem Fassbieranstich und einer Ansprache unseres Landrates Christian Engelhardt eröffneten, so müssen wir jetzt unser langjähriges Gemeindevorstands-Mitglied Friedel Rau zu Grabe tragen, der seinen Kampf gegen den Krebs verlor. Mein herzliches Beileid gilt seiner Familie, allen voran seiner Ehefrau Renate.

Der Fürther Johannismarkt – ein Fest, nicht nur, aber ganz besonders für die Fürther, bei dem auf dem Marktplatz immer reges Treiben herrscht. Nach der dreiwöchigen Radfahraktion STADTRADELN sollte auf der Festbühne eigentlich eine Ehrung der aktivsten Radfahrer vorgenommen werden. Über 30.000 Kilometer kamen zusammen. Dies entspricht einer Einsparung im Vergleich zur Fahrt mit dem Auto von fünf Tonnen CO2. Auch diese muss, ebenso wie die Samstagsabend-Party, leider vorerst entfallen.

Aber dafür bietet sich für alle Fürtherinnen und Fürther die Chance, hoffentlich einmalig, ein anderes Fest zu feiern: Midsommer! Privat, familiär, in der Natur! Versuchen Sie es, feiern Sie privat – nächstes Jahr feiern wir wieder zusammen!

Unser Festzug: Schon Wochen und Monate im Vorfeld sind Vereine, Schulen, Kindertagesstätten und andere Vereinigungen damit beschäftigt, sich zu Thema des Johannismarktumzuges Gedanken zu machen, Kostüme zu nähen oder basteln, Wägen zu bauen, Musikstücke einzustudieren etc. Der Festzug visualisiert in besonderer Weise das Zusammengehörigkeitsgefühl in Fürth und es dauert mich sehr, diesen 2020 nicht durch die Fürther Straßen ziehen zu sehen und selbst mit dabei zu sein.

Ein kleiner Trost ist sicherlich, dass mit dem geplanten verkaufsoffenen Sonntag, ebenso wie den Angeboten der Schausteller Hupp (Schokofrüchte) und Heckmann (Johannismarkt-Tüte) ein klein wenig vom ursprünglichen Johannismarkt bleibt.

Und auch wenn die örtlichen Betriebe den Frühschoppen im Festzelt dieses Jahr nicht im Großen feiern können, so besteht doch die Möglichkeit unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln in den örtlichen Gaststätten zusammen zu kommen und diese durch die Krise gebeutelten Unternehmen zu unterstützen.

Ich hoffe, im kommenden Jahr wieder „echte“ Grußworte an Sie richten zu können und bedanke mich für das, so mein Empfinden, umsichtige und solidarische Verhalten in der Gemeinde Fürth in Zeiten der Corona-Pandemie. 


Ihr Bürgermeister 

Volker Oehlenschläger