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Neue Geopunkt-Informationstafel erklärt die Flugüberwachungsstation in Fürth während des 2. Weltkriegs

Neue Geopunkt-Informationstafel erklärt die Flugüberwachungsstation in Fürth während des 2. Weltkriegs

Im Mai vor 78 Jahren endete der Zweite Weltkrieg mit der Kapitulation Deutschlands. In Fürth im Odenwald erinnern die Reste der ehemaligen Flugüberwachungsstation an diese dunkle Phase unserer Geschichte. Am 4. Mai haben Volker Oehlenschläger, Bürgermeister der Gemeinde Fürth und Dr. Jutta Weber, Geschäftsführerin des Geo-Naturparks die Tafel offiziell eingeweiht.

Im 2. Weltkrieg gab es auf dem Fürther „Gänsberg“, einer 247 m hohen Erhebung, von der man das ganze Weschnitztal überblicken kann, eine Flugwache. Diese Flugüberwachungsstation war während des gesamten Krieges besetzt. Bei Kriegsanfang versahen wehrpflichtige Männer dort den Dienst. Nachdem diese im weiteren Kriegsverlauf an die Front mussten, übernahmen Luftwaffenhelferinnen die Aufgabe.

„Mit der Informationstafel direkt neben den Resten der Flugwache möchten wir den Bürgerinnen und Bürgern von Fürth Einblicke in das Leben während des 2. Weltkriegs geben. So können wir auch diese dunkle Phase unserer Geschichte lebendig halten als Mahnung und Erinnerung zugleich“, erklärte Volker Oehlenschläger.

Dr. Jutta Weber ergänzte: „Frieden und Völkerverständigung sind eine zentrale Aufgabe für uns alle und eines der 17 Nachhaltigkeitsziele der UNESCO. Als UNESCO Global Geopark ist es unsere Aufgabe, zu einem friedlichen Miteinander beizutragen, um uns und unseren Planeten zu schützen. Mit Informationstafeln wie diesen leisten wir einen wichtigen Beitrag, um diesen Auftrag mit Leben zu füllen.“

Glücklicherweise gab es während des gesamten Krieges keine ernsthaften Jagdbomber-Angriffe auf die Flugüberwachungsstation. Die Gemeinde Fürth und der Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald haben die neue Geopunkt-Informationstafel in Kooperation gemeinsam realisiert.